Warum der Kilimandscharo?
Der Kilimandscharo erhebt sich frei über die Ebenen bei Moshi im Norden Tansanias. Er ist UNESCO-Welterbe und einer der Seven Summits, der höchsten Berge aller Kontinente. Das Besondere: Er lässt sich ohne technische Ausrüstung oder Bergsteigererfahrung besteigen – man wandert auf das Dach Afrikas. Diese Zugänglichkeit und der Weg durch verschiedene Klimazonen, von Ackerland und Regenwald bis zur alpinen Wüste und den Gletschern am Gipfel, ziehen jedes Jahr Zehntausende Bergwanderer an.
Die sieben Routen im Vergleich
Machame-Route — 6–7 Tage
Die beliebteste Route, bekannt als „Whiskey-Route“. Machame bietet großartige Landschaften, gute Akklimatisierung nach dem Prinzip „hoch steigen, tief schlafen“ und die spannende Kraxelei über die Barranco Wall. Sie führt von Süden auf den Berg und über die Mweka-Route hinunter. Wir empfehlen die siebentägige Variante für eine bessere Akklimatisierung.
Lemosho-Route — 7–8 Tage
Die oft als schönste Route bezeichnete Lemosho beginnt im Westen in ruhigem Regenwald, quert das Shira-Plateau und trifft nahe dem Lava Tower auf die Machame-Route. Ihre Länge erlaubt eine hervorragende Akklimatisierung – wer die Zeit hat, für den ist sie unsere erste Empfehlung.
Marangu-Route — 5–6 Tage
Die „Coca-Cola-Route“ ist die einzige Route mit Hüttenübernachtungen statt Zelten. Sie gilt oft als die leichteste, doch die fünftägige Variante lässt wenig Zeit zur Akklimatisierung. Wir empfehlen dringend die sechstägige Variante mit einem zusätzlichen Akklimatisierungstag an den Horombo Huts.
Rongai-Route — 6–7 Tage
Die Rongai-Route nähert sich dem Berg von Norden nahe der kenianischen Grenze. Sie ist ruhiger und trockener als die Südrouten und damit eine gute Wahl in den regenreicheren Monaten. Die Landschaft ist offen und wild, mit Blick über die Ebenen nach Kenia.
Northern Circuit — 8–9 Tage
Die längste Route am Kilimandscharo umrundet die abgelegenen Nordhänge des Berges. Ihre Länge bietet die beste Akklimatisierung aller Routen, sie ist am wenigsten begangen, und die Aussichten wechseln ständig.
Umbwe-Route — 6–7 Tage
Die steilste und direkteste Route eignet sich vor allem für erfahrene, sehr fitte Bergwanderer. Sie steigt schnell durch dichten Wald auf und trifft am Barranco Camp auf den südlichen Rundweg. Wegen des schnellen Höhengewinns empfehlen wir einen zusätzlichen Akklimatisierungstag.
Shira-Route — 7–8 Tage
Die Shira-Route beginnt hoch auf dem Shira-Plateau auf etwa 3.600 Metern – man startet also bereits in der Höhe, ohne den allmählichen Aufstieg anderer Routen. Danach folgt sie dem Verlauf der Lemosho-Route.
Was kostet es?
Die Kosten einer Besteigung hängen von Route, Anzahl der Tage, Gruppengröße und Serviceniveau ab. Die Parkgebühren machen einen großen Teil der Gesamtkosten aus; der Rest deckt Guides, Träger, Köche, Verpflegung, Ausrüstung und Transfers. Wählen Sie einen Veranstalter, der seine Crew fair bezahlt und ausrüstet, echte Sicherheitsstandards einhält und lizenzierte Guides beschäftigt – diese Reise sollte man nicht nur nach dem Preis buchen. Kontaktieren Sie uns für ein detailliertes Angebot für Ihre Wunschroute und Ihren Termin.
Die wichtigste Packliste
Kleidung: atmungsaktive Funktionsunterwäsche, Fleece-Zwischenschicht, wasserdichte Jacke und Hose sowie eine warme Daunenjacke für die Gipfelnacht, wenn die Temperaturen deutlich unter den Gefrierpunkt fallen können. Schuhe: eingelaufene, wasserdichte Wanderschuhe, Gamaschen und Schuhe für das Camp. Zubehör: warme Mütze, Sonnenhut, gute Sonnenbrille, Stirnlampe mit Ersatzbatterien und Trekkingstöcke. Gesundheit: Sonnencreme, Lippenpflege mit LSF, persönliche Reiseapotheke und Medikamente gegen Höhenkrankheit nach Rücksprache mit Ihrem Arzt. Sonstiges: Tagesrucksack mit 30–40 Litern, 3 Liter Wasserkapazität, Snacks und Ersatzakkus für die Kamera, da die Kälte sie schnell entlädt.
Die Gipfelnacht: was Sie erwartet
Sie brechen gegen Mitternacht vom Hochlager (Barafu Camp oder Kibo Hut, je nach Route) auf und steigen im Schein der Stirnlampe. Der letzte Aufstieg zum Uhuru Peak dauert meist sechs bis acht Stunden über steiles Geröll und Serpentinen, und mit dem Wind kann es sich weit unter dem Gefrierpunkt anfühlen. Müdigkeit, Übelkeit und Atemnot sind in dieser Höhe normal, und Ihre Guides beobachten Sie genau. Das Gipfelschild auf 5.895 Metern zu erreichen, während die Sonne über den Gletschern aufgeht, entschädigt für jede Anstrengung. Nach den Gipfelfotos steigen Sie noch am selben Tag zu einem tiefer gelegenen Lager ab.
Kilimandscharo und Safari kombinieren
Viele unserer Gäste verbinden die Besteigung mit einer drei- bis fünftägigen Safari in den nördlichen Parks und anschließendem Badeurlaub auf Sansibar – Berg, Tierwelt und Meer auf einer Reise. Wir empfehlen mindestens einen Ruhetag zwischen Besteigung und Safari.